Großes Interesse am Mobilitätssalon zur Umgestaltung der Sodinger Straße

Mehr als 30 Bürger*innen sind am 16. März 2026, der Einladung des Fachbereichs Tiefbau und Verkehr gefolgt und informierten sich im Stadt Forum über die geplante Umgestaltung der Sodinger Straße im Bereich der Feuerwache. Im Rahmen einer Planungswerkstatt konnten die Teilnehmenden unter dem Motto „Sodinger Straße – Mehr als Asphalt“ aktiv eigene Ideen einbringen und so die zukünftige Entwicklung mitgestalten.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Stadtrat Stefan Thabe, zuständig für Tiefbau, Verkehr und Stadtplanung, die Gäste – darunter auch Kinder und Jugendliche aus dem Herner Kinder- und Jugendparlament. Er unterstrich den partizipativen Ansatz des Formats: „Danke, dass Sie hierher kommen und uns Ihre Zeit widmen. Das ist hier als Mitmach-Workshop konzipiert. Heute ist die Gelegenheit mit Ihnen sehr frühzeitig in den Dialog zu kommen zu der spannenden Frage: wie gehen wir weiter vor bei der Fläche der Feuerwache? und was machen wir mit der großen Verkehrsfläche davor?“

Fotoquelle: Frank Dieper, Stadt Herne

Vortrag beim Mobilitätssalon am 16.03.2026
Vortrag beim Mobilitätssalon am 16.03.2026

Hintergrund der Planungen ist der Neubau der Hauptfeuer- und Rettungswache am Florianweg in Sodingen, die voraussichtlich 2027 ihren Betrieb aufnehmen wird. Damit wird das bestehende Areal an der Sodinger Straße künftig frei und soll städtebaulich neu entwickelt werden. Ein Wettbewerb zur Neugestaltung ist bereits vorgesehen, in dessen Rahmen auch die Verkehrsführung auf der Sodinger Straße überarbeitet werden soll. Stefan Thabe machte deutlich: „Dabei wird man sich sicherlich die verschiedenen Mobilitätsbedürfnisse anschauen müssen, im Moment ist das sehr stark auto-orientiert. Eine gewisse Leistungsfähigkeit brauchen wir an diesem Punkt aber auch in Zukunft, das ist eine wichtige Ost-West-Verbindung.“

Bereits vor der eigentlichen Veranstaltung hatten sich Anwohnende sowie Fachleute der Stadt vor Ort ein Bild von der aktuellen Situation gemacht. Verkehrsplanerin Dana Jakert, Fachbereich Tiefbau und Verkehr erklärte dabei den besonderen Fokus der Betrachtung: „Bei der Verkehrsplanung denken wir eigentlich immer in Netzen, einen Straßenabschnitt betrachten wir sonst nicht isoliert. Aber heute schauen wir gezielt auf diese Fläche.“ Sie wies zudem auf die bestehenden Herausforderungen hin: „Wir sehen hier sehr viel Asphaltfläche und einen hohen Versiegelungsgrad. Zudem gibt es zwei Parallelfahrbahnen. Brauchen wir die in Zukunft noch? Könnte hier nicht mehr Grün hin?“

Besichtigung der Sodinger Straße_Mobilitätssalon

Diese Fragen wurden im anschließenden Workshop im Stadt Forum intensiv diskutiert. In vier Gruppen arbeiteten die Teilnehmenden an großen Lageplänen und entwickelten mithilfe von Modellmaterialien eigene Gestaltungsideen. Dabei wurde schnell deutlich, wie komplex die Planung ist: Obwohl die Straße im betroffenen Abschnitt zwischen 35 und 42 Meter breit ist, schränkt die Berücksichtigung aller Verkehrsarten – vom Auto über den Radverkehr bis hin zu Fußgänger*innen sowie dem Busverkehr – den verfügbaren Raum erheblich ein. Stefan Thabe betonte dazu: „Wenn Sie heute Abend mitnehmen, wie schwierig manche Bereiche zu planen sind in einer Stadt, die fertig gebaut ist, haben wir schon viel gewonnen.“

In den erarbeiteten Entwürfen zeigte sich ein klarer gemeinsamer Nenner: Alle Gruppen sahen einen breiten Grünstreifen vor, um die Aufenthaltsqualität insbesondere im Hinblick auf die geplante Wohnbebauung deutlich zu erhöhen. Ebenso wurde Wert auf sichere Querungsmöglichkeiten für Fußgänger*innen gelegt. Die gesammelten Ideen sollen nun in die städtebaulichen Planungen einfließen. 
Der Mobilitätssalon zur Sodinger Straße war bereits der dritte, der in Herne seit 2025 stattgefunden hat. Das Format widmet sich jeweils unterschiedlichen Aspekten der Mobilität von morgen. 

Der nächste Mobilitätssalon steht schon fest: Am Montag, 1. Juni 2026, steht im Stadt Forum das Thema Rad- und Fußverkehr sowie das Nahmobilitätskonzept der Stadt Herne im Fokus.

Zur Dokumentation des Mobilitätssalons.