Derzeit entsteht in Herne-Mitte die Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung. Wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind, werden bis zu 4.000 Studierende und Lehrende Richtung Herne-Mitte pendeln. Projekte wie diese bringen neue Herausforderungen und Mobilitätsbedarfe mit sich. Das betrifft alle, die sich durch Herne-Mitte bewegen, sei es auf dem Weg zur Schule, zur Arbeit oder zu Freizeitaktivitäten.
Um die bestehende Infrastruktur an diese Veränderungen anzupassen, werden einige verkehrliche und infrastrukturelle Projekte in Herne-Mitte umgesetzt. Die Stadt Herne möchte deshalb erfahren, welche Wege die Teilnehmenden in Herne-Mitte zurücklegen, welche Orte sie häufig aufsuchen und wie die Mobilität in Herne-Mitte wahrgenommen wird.
Insgesamt haben 441 Personen an der Befragung teilgenommen – vielen Dank an alle Teilnehmenden.
Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick
Positive Wahrnehmungen
- Kurze Wege und gute Orientierung in Herne-Mitte werden klar positiv bewertet.
- Fußgängerzone und viele Alltagsziele (Einkaufen, Arzt, Behördengänge) sind gut erreichbar.
- Verbesserungen beim Radverkehr (besonders am Hölkeskampring) werden wahrgenommen.
- Autofahrende loben funktionierende grüne Wellen.
Zentrale Schwächen
- Sicherheitsgefühl im Verkehr ist niedrig – besonders bei Fußgänger:innen und Radfahrer:innen.
- Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum bleibt hinter den Erwartungen zurück (Sauberkeit, Gestaltung, wenig attraktive Plätze).
- Baustellen werden von allen Verkehrsteilnehmenden als stark störend wahrgenommen.
- Parkplatzsituation wird von Autofahrenden kritisiert.
Mobilitätsverhalten der Hernerinnen und Herner
Alltag:
- Auto: ca. 40 %
- Zu Fuß: ca. 35 %
- Fahrrad: ca. 22 %
- ÖPNV: nur ca. 14 %
Freizeit:
- Mehr Bewegung zu Fuß und mit dem Fahrrad als im Alltag.
Unterschiede nach Gruppen:
- 18–34 Jahre: deutlich mehr ÖPNV, weniger Fahrrad.
- 55+: sehr geringer ÖPNV-Anteil.
- Wohnort:
- Herne-Mitte: häufiger zu Fuß oder mit Rad unterwegs.
- Außengebiete: häufiger Auto.
Beliebte Wege & Orte in Herne-Mitte
Wege:
- Fußverkehr: Fußgängerzone südlich des Bahnhofs | Flottmannstraße.
- Rad: Quartiere südlich des Bahnhofs | Bahnhofstraße | Vinckestraße | Sodinger Straße | Holsterhauser Straße.
- Pkw: Westring & Holsterhauser Straße als Hauptachsen.
- ÖPNV: Wege zum Bahnhof | entlang der U-Bahn-Strecke.
Orte:
- Fußgängerzone und die Nebenstraßen der Bahnhofstraße sind ein klarer Schwerpunkt (Einkaufen, Erledigungen, Freizeit).
- Unter 55-Jährige nutzen häufiger Parkanlagen wie den Stadtgarten.
Unterschiede zwischen Stadtteilen
- Bewohner östlich der A43: insgesamt zufriedener mit den Wegen.
- Holsterhausen & Wanne-Eickel: etwas unzufriedener. Wunsch nach besserer Anbindung dieser Stadtteile.
Wünsche der Teilnehmenden
Viele möchten mehr Rad oder mehr ÖPNV nutzen – dafür braucht es:
- Ausbau der Radwege (breitere Wege, sicherere Kreuzungen)
- Mehr Busverbindungen, auch abends & nachts
- Carsharing-Angebote
- Mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum