Schulkinder auf dem Weg zur Schule in Herne

Mehr Sicherheit auf dem Schulweg: 653 Familien beteiligen sich an Herner Online-Befragung 

Wie kommen Herner Grundschulkinder zur Schule? Welche Gefahren nehmen Eltern auf den Schulwegen wahr? Und welche Maßnahmen können die Schulwege künftig sicherer machen? Antworten auf diese Fragen liefert die Online-Befragung „Sichere Schulwege für Herne“, an der sich im Frühjahr 2026 insgesamt 653 Eltern und Erziehungsberechtigte beteiligten. Die Ergebnisse fließen in die Erstellung neuer Schulwegepläne für 21 Herner Grundschulen ein. 

Viele Kinder sind zu Fuß unterwegs – Potenzial für gemeinsames Unterwegssein 

Die Auswertung zeigt: Die meisten Kinder legen einen kurzen Schulweg zurück. Rund 40 Prozent haben einen Schulweg von 0,5 bis 1 Kilometer, weitere 23 Prozent wohnen weniger als 500 Meter von ihrer Schule entfernt. 

Positiv ist, dass mehr als die Hälfte der Kinder ganzjährig zu Fuß zur Schule kommt. Gleichzeitig steigt die Nutzung des Autos in den Wintermonaten deutlich an – von rund 17 Prozent im Sommer auf über 30 Prozent im Winter. Auch die Fahrradnutzung ist stark saisonabhängig: Während im Sommer rund 16 Prozent mit dem Rad unterwegs sind, sinkt dieser Anteil im Winter auf etwa vier Prozent. 

Ein weiteres Ergebnis: 90,9 Prozent der Kinder können Fahrrad fahren und 87,4 Prozent verfügen über ein Fahrrad in gutem Zustand. Zudem zeigt sich eine große Bereitschaft, Schulwege gemeinsam zurückzulegen. Bereits mehr als ein Drittel der Kinder nutzt Schulweggemeinschaften zu Fuß, und fast die Hälfte der Befragten würde ein entsprechendes Angebot nutzen. Auch für Fahrrad-Schulweggemeinschaften besteht grundsätzlich Interesse. 

Eltern wünschen sich mehr Sicherheit im Straßenverkehr 

Die Befragung macht aber auch deutlich, warum viele Eltern ihre Kinder begleiten. Als wichtigste Gründe werden Angst vor Übergriffen oder Belästigungen, gefährliche oder fehlende Querungsstellen sowie zu hohe Geschwindigkeiten im Straßenverkehr genannt. 

Auch sogenannte Elternhaltestellen stoßen auf breite Zustimmung: Rund 77 Prozent der Befragten würden ihr Kind an einer Hol- und Bringzone in 200 bis 500 Metern Entfernung zur Schule absetzen und den restlichen Weg selbstständig zurücklegen lassen, vorausgesetzt, der Weg ist sicher gestaltet. 

Die Ergebnisse der Online-Befragung bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Verkehrsplanung in Herne. Gemeinsam mit den Erkenntnissen aus den kartierten Schulwegen und Gefahrenstellen werden sie in die Entwicklung neuer Schulwegepläne einfließen, um die Schulwege für Kinder langfristig sicherer und selbstständiger zu gestalten. 

Detaillierte Ergebnisse der Online-Befragung findest du hier:  

https://www.herne-mobil.de/wp-content/uploads/2026/07/260623_Herne_NMK_Befragung_Sichere_Schulwege_Auswertung.pdf?ver=1785920024

Fotoquelle: KI-generiert