Der zweite Mobilitätssalon der Stadt Herne lockte am 10. November 2025 Bürgerinnen und Bürger ins Stadt Forum in den Neuen Höfen. Der Fachbereich Tiefbau und Verkehr präsentierte aktuelle Schritte der Mobilitätswende und sammelte erneut Anregungen aus der Bevölkerung.
Zu Beginn zog Peter Sternemann, stellvertretender Fachbereichsleiter Tiefbau und Verkehr, eine kurze Bilanz seit dem ersten Mobilitätssalon im Juni: Die Stadt war mit einem Infostand auf der Cranger Kirmes vertreten, die Website www.herne-mobil.de ging an den Start und die Schulstraße an der Michaelschule wurde als Verkehrsversuch eingerichtet. Gleichzeitig kündigte Peter Sternemann an, das Thema Mobilität weiterhin konsequent voranzutreiben.
Im Mittelpunkt des Abends standen erste Ergebnisse der Online-Beteiligung zur Mobilität in Herne-Mitte, an der zwischen Juni und August 441 Personen teilnahmen. Die meisten gaben an, dass sie Herne-Mitte vor allem zum Einkaufen, für Erledigungen und Freizeitaktivitäten besuchen. Gelobt wurden kurze Wege und vielfältige Verkehrsmittel – kritisiert wurde vor allem der dichte Autoverkehr.
Auch die Ergebnisse der Kinder- und Jugendbeteiligung wurden zusammengefasst: 544 Schülerinnen und Schüler aus sieben Schulen beteiligten sich an der Befragung. Jüngere Kinder sind überwiegend zu Fuß unterwegs, während ältere zunehmend Bus und Bahn nutzen. Für die Zukunft wünschen sich die jungen Hernerinnen und Herner vor allem mehr Fahrradwege, sichere Querungen und eine bessere Beleuchtung.
Herner Perspektiven: Was braucht eine gute Mobilität?
Im anschließenden Workshop waren die Teilnehmenden selbst gefragt. In kleinen Gruppen diskutierten sie zwei Kernfragen. Die Ergebnisse zeigen ein spannendes Zusammenspiel zwischen kommunalen Aufgaben und persönlicher Verantwortung.
- Auf welche Attribute sollte die Stadt sich besonders fokussieren?
Eine besonders hohe Priorität erhielten die Attribute Bezahlbarkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit. Auch die Attribute Innovation und Erreichbarkeit wurden von vielen Teilnehmenden als wichtig hervorgehoben. Weniger Priorität sahen die Teilnehmenden bei Klimaschutz, Teilhabe und Gesundheit, wenn es um die Aufgaben der Stadt geht.
- Auf welche Attribute sollten die Bürgerinnen und Bürger sich besonders fokussieren?
Wenn es um den Beitrag der Bevölkerung geht, ergab sich ein anderes Bild:
Gesundheit, Klimaschutz und Sicherheit lagen hier deutlich vorn. Danach folgten Teilhabe und Innovation. Bei Zuverlässigkeit, Bezahlbarkeit und Erreichbarkeit sahen die Teilnehmenden hingegen nur geringe Einflussmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger.
Die vollständigen Ergebnisse der Arbeitsphase sowie weitere Details des Mobilitätssalons findest du hier:
Ergebnisse des zweiten Mobilitätssalons
Fotoquelle: Frank Dieper, Stadt Herne

